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Projekte

Kolumbien: Friedensarbeit und humanitäre Hilfe im abgelegenen Konfliktgebiet

Die Diözese Granada, ein weitläufiges, wenig erschlossenes Gebiet im Südosten Kolumbiens, leidet unter den Nachwirkungen des bewaffne­ten Konflikts. Das Secretariado de Pastoral Social (SEPAS) stärkt lokale Organisationen und unterstützt besonders verletzliche Bevöl­kerungs­grup­pen mit humanitärer Hilfe, psychosozialer Betreuung und Bildungs­angeboten. Um diese Arbeit weiterhin zuverlässig leisten zu können, muss das altersschwache SEPAS-Fahrzeug dringend ersetzt werden.

Die Diözese Granada liegt im Departement Meta im Südosten Kolumbiens und umfasst ein weitläufiges Gebiet zwischen den Ausläufern der Anden, den Ebenen der Llanos Orientales und der schwer zugänglichen Serranía de la Macarena. Die Bevölkerung besteht überwiegend aus Kleinbauernfamilien, Binnenvertriebenen und indigenen Gemeinschaften. Die bäuerlichen Haus­halte stehen unter grossem Druck: Landkonzentration, die Ausbreitung von Agroindustrien und des Coca-Anbaus verschärfen soziale Spannungen. Die Sicherheitslage in der Region ist wegen der Präsenz bewaffneter Gruppen fragil und die Bewegungsfreiheit der Bevölkerung eingeschränkt.

Das Secretariado Pastoral Social Cáritas der Diözese Granada ist als sozial­pastoraler Dienst der katholischen Kirche in der Region verankert. Ein inter­disziplinäres Team von 13 Fachpersonen führt Schulungen zu Menschen­rechten, politischer Teilhabe und Umweltfragen durch, begleitet lokale Orga­nisationen beim Aufbau von Strukturen und unterstützt Dialogprozesse zur gewaltfreien Konfliktbearbeitung. Ergänzend leistet es humanitäre Hilfe und bietet psychosoziale und rechtliche Beratung an.

Um diese Aktivitäten in dem weitläufigen und schwer zugänglichen Gebiet durchführen zu können, ist ein zuverlässiges Transportmittel unerlässlich. Das derzeit eingesetzte Fahrzeug ist nach elf Jahren stark abgenutzt und muss ersetzt werden. Das neue Geländefahrzeug wird für Fahrten in abge­legene Gemeinden, den Transport von Mitarbeitenden und Materialien sowie für die Verteilung von Hilfsgütern eingesetzt. Es ermöglicht zudem regel­mässige Besuche vor Ort, die für die Begleitung der Gemeinschaften und die Koordination der Projekte notwendig sind.

Mit der Anschaffung des Fahrzeugs wird sichergestellt, dass die Pastoral Social ihre Arbeit fortführen und die Bevölkerung auch in entlegenen Regio­nen weiterhin erreichen kann. Dies trägt dazu bei, die Lebensbedingungen der Menschen zu verbessern und langfristig stabile Strukturen für Frieden und Entwicklung aufzubauen.

Land
Kolumbien
Ort
Departement Meta, Granada
Themengebiet
Humanitäre Hilfe, Menschenrechte
Projekttyp
Personen-/Geländewagen

Projektpartner

Diözese Granada - Servicio de Pastoral Social Cáritas, www.dgc.org.co

Begünstigte

Direkt begünstigt werden 3’000 Fa­milien (12'000 bis 15’000 Perso­nen), die humanitäre Hilfe, psycho­so­ziale und rechtliche Un­terstüt­zung erhalten, sowie meh­rere hun­dert Mitglieder von Frauen-, Opfer- und Ge­meindeorganisatio­nen.

Erwartete Wirkung

Begleitete Frauen-, Opfer- und Ge­meindeorganisationen sind ge­stärkt. Bin­nenvertriebene und von Naturkatastrophen betroffene Fa­milien werden zeitnah erreicht und mit humanitärer Hilfe versorgt.

Projektnummer

CO-26-0006

Kontakt

Projektverantwortung:
Peter Ganther

miva | Postfach | 9501 Wil
Tel. 071 912 1555 | info@miva.ch
CH58 0900 0000 9080 0000 0

Eigenleistung
15'200 CHF
Mittelbedarf
32'800 CHF
offener Spendenbetrag
CHF