Im Municipio Puerto Mayor de Carabuco am Titicacasee leben viele Familien verstreut in schwer zugänglichen ländlichen Gemeinden. Kinder und Jugendliche mit Behinderungen haben kaum Zugang zu Therapie, Bildung und sozialer Unterstützung. Pastoral Social Cáritas Diócesis de El Alto (PASOCDEA) stärkt ihre Inklusion durch gemeindenahe Rehabilitation, Bildungsförderung und wirtschaftliche Stabilisierung der Familien. Ein geländegängiges Fahrzeug ist dafür unerlässlich.
In ländlichen Regionen des bolivianischen Altiplano sind Armut und eingeschränkter Zugang zu staatlichen Dienstleistungen stark verbreitet. Das Municipio Puerto Mayor de Carabuco im Departement La Paz umfasst rund 1’700 km² mit über 17’000 Einwohnern. Die Mehrheit lebt in 79 verstreuten Siedlungen mit unzureichender Infrastruktur und schwieriger Erreichbarkeit.
Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene mit Behinderungen oder Entwicklungsverzögerungen sind besonders benachteiligt. Frühförderung, therapeutische Begleitung oder spezialisierte medizinische Kontrollen sind kaum verfügbar. Die Haushalte leben meist von kleinbäuerlicher Subsistenzwirtschaft. Zusätzliche Ausgaben für Transport, Behandlungen oder spezielle Hilfsmittel übersteigen oft ihre finanziellen Möglichkeiten.
Pastoral Social Cáritas der Diözese El Alto (PASOCDEA) engagiert sich als kirchliches Sozialwerk gezielt für vulnerable Bevölkerungsgruppen im ländlichen Altiplano. Ein interdisziplinäres Team aus Fachpersonen führt aufsuchende Einsätze durch, begleitet Familien vor Ort und koordiniert sich mit Bildungs- und Gesundheitsdiensten. Im Munizip Carabuco werden drei miteinander verknüpfte Projekte umgesetzt: die gemeindebasierte Rehabilitation und Bildungsförderung für Kinder mit Behinderungen, die wirtschaftliche Stärkung betroffener Familien sowie Massnahmen zur Verbesserung der Ernährungssicherheit.
Um die regelmässige Präsenz in den weit verstreuten und teils schwer zugänglichen Gemeinden sicherzustellen, ist die Equipe der PASOCDEA auf ein geländegängiges Fahrzeug angewiesen. Ein solches ermöglicht Hausbesuche, therapeutische Begleitung, Schulkoordination sowie den Transport von Fachpersonal und Material. Damit die kontinuierliche Unterstützung von rund 1’600 direkt begünstigten Personen nachhaltig gewährleistet und die soziale Inklusion von Kindern und Jugendlichen mit Behinderungen gestärkt werden kann, muss Pastoral Social Cáritas El Alto ihr 12-jähriges, nicht mehr einsatztaugliches Fahrzeug dringend ersetzen.
Die verbesserte Mobilität stärkt die Einsatzfähigkeit des Fachpersonals, indem regelmässige Hausbesuche, gemeindebasierte Einsätze und die enge Koordination mit lokalen Akteuren gewährleistet werden können.
Pastoral Social Cáritas Diócesis de El Alto (PASOCDEA)
Direkt begünstigt werden 1'600 Personen, darunter 340 Kinder und Jugendliche mit Behinderungen oder Entwicklungsverzögerungen, deren Familien sowie Lehrpersonen, Gesundheitsfachkräfte und weitere besonders vulnerable Kinder und Jugendliche.
Kinder und Jugendliche mit Behinderungen oder Entwicklungsverzögerungen erfahren stärkere soziale Inklusion, besseren Zugang zu Bildung und individuelle Förderung. Ihre Familien sind in ihrer Betreuungskompetenz und wirtschaftlichen Stabilität gestärkt.
BO-26-0003
Projektverantwortung:
Peter Ganther
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