Im Distrikt 6 der Gemeinde Sucre leben zahlreiche Familien in periurbanen und ländlichen Gemeinschaften unter prekären Bedingungen. Besonders migrantische Frauen sichern mit Gemüse- und Blumenanbau das Einkommen ihrer Haushalte. Fehlender Marktzugang, hohe Transportkosten und geringe betriebswirtschaftliche Kenntnisse schmälern jedoch ihre Erträge. Ein Fahrzeug soll Transport, Vermarktung und Projektbegleitung wesentlich verbessern.
Bolivien gehört zu den ärmsten Ländern Südamerikas. In Sucre, einer Gemeinde im Departement Chuquisaca mit über 360’000 Einwohnern, leben viele Menschen in ländlichen und periurbanen Gebieten unter prekären Bedingungen. Im Distrikt 6, einem landwirtschaftlich geprägten Gürtel rund um die Stadt Sucre, sind die Einkommen stark von der kleinbäuerlichen Produktion abhängig. Angesichts geringer Ernten und magerer Einkünfte ist die temporäre Migration für viele Haushalte Teil der Überlebensstrategie.
Das Instituto Politécnico Tomás Katari (IPTK), eine bolivianische NGO, unterstützt benachteiligte Bevölkerungsgruppen im Norden von Potosí sowie im Departement Chuquisaca. Sein Ansatz basiert auf partizipativer Entwicklung, der Stärkung lokaler Strukturen und der Förderung von Eigenverantwortung. Die Arbeit des IPTK gliedert sich in vier strategische Bereiche: Wissensförderung, Madre Tierra, Würde und Gleichstellung von Frauen und Generationen sowie Gesundheit für alle.
Im Distrikt 6 des Munizips Sucre unterstützt das IPTK sowohl organisierte als auch unabhängige Gemüse- und Blumenproduzentinnen aus 3 verschiedenen Gemeinschaften. Das Projekt umfasst die Verbesserung des Marktzugangs durch organisierte Verkaufsstände sowie Schulungen zu Produktionskosten, Preisgestaltung und Verhandlungsführung. Die Produzentinnen bewirtschaften Flächen in den Gemeinschaften La Barranca, Llinfi und Loma Grande. Der Transport zu den Märkten in Sucre erfolgt bislang unkoordiniert und kostenintensiv mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder privaten Anbietern. Für leicht verderbliche Produkte führt dies zu Qualitätsverlusten und Einkommenseinbussen.
Ein eigenes Fahrzeug ermöglicht gebündelte, zeitnahe Transporte, reduziert Verluste und senkt Kosten. Für die anfallenden Gemüse- und Blumentransporte zu lokalen und regionalen Märkten sowie für weitere Aktivitäten im Bereich Ernährungssicherheit und pädagogische Begleitung und Förderung der Kinder migrantischer Produzentinnen benötigt das IPTK einen robusten Transporter.
Das IPTK ist ein starker und bewährter Partner der miva. Das Projekt im Distrikt 6 von Sucre stärkt die Wertschöpfung vor Ort und leistet einen nachhaltigen Beitrag zur Ernährungssicherheit und lokalen Entwicklung.
Instituto Politécnico Tomás Katari (IPTK)
https://iptk.org.bo
Direkt begünstigt werden 36 organisierte und 180 unabhängige Produzentinnen von Gemüse und Blumen, zudem 280 Kinder, die in 4 gemeindenahen Förderzentren pädagogisch begleitet werden.
Die Produzentinnen steigern ihre Wertschöpfung, reduzieren Verluste und festigen nachhaltig ihre wirtschaftliche Selbstständigkeit sowie die Stabilität ihrer Haushalte.
BO-25-0041
Projektverantwortung:
Peter Ganther
miva | Postfach | 9501 Wil
Tel. 071 912 1555 | info@miva.ch
CH58 0900 0000 9080 0000 0