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Projekte

Guatemala: Frauen wehren sich gegen Gewalt und verteidigen ihre Rechte

In Guatemala sind Frauen in ländlichen Regionen mehrfacher Diskrimi­nierung und Gewalt ausgesetzt. Red de Mujeres Tejiendo Buen Vivir organisiert indigene und bäuerliche Frauen lokal und national, bietet politische Bildung sowie Begleitung bei Menschenrechtsverletzungen und stärkt so ihre Handlungsmacht. Ein Geländewagen verbessert die Reichweite und Wirksamkeit der Aktivitäten und die Mobilität und Si­cherheit der Aktivistinnen.

Guatemala ist geprägt von kultureller Vielfalt, aber auch von tiefgreifenden sozialen Ungleichheiten. Über die Hälfte der Bevölkerung lebt in Armut, besonders betroffen sind indigene Gemeinschaften in abgelegenen Regionen. Der Zugang zu Bildung, Gesundheitsdiensten und politischer Teilhabe ist stark eingeschränkt. Frauen in ländlichen Gebieten erleben zusätzlich strukturelle Diskriminierung, geschlechtsspezifische Gewalt und soziale Marginalisierung. Gleichzeitig geraten Frauen, die sich für kollektive Rechte einsetzen, zunehmend ins Visier repressiver Kräfte.

Vor diesem Hintergrund setzt sich das Frauennetzwerk Red de Mujeres Tejiendo Buen Vivir, das zur landesweiten Bauernbewegung CODECA ge­hört, für soziale Gerechtigkeit, Menschenrechte und eine plurinationale Zu­kunft Guatemalas ein. Das Netzwerk ist in 140 Gemeinden aktiv und zählt über 68’000 Mitglieder. Es stärkt Frauen in ihren individuellen und kollektiven Rechten, fördert politische Bildung, Gewaltprävention und die Verteidigung indigener Territorien. Viele Mitglieder arbeiten ehrenamtlich, führen Work­shops durch und begleiten Betroffene bei Menschenrechtsverletzungen.

Die landesweite Koordination und die dezentrale Arbeit in schwer zugäng­lichen Gebieten stellen die Organisation vor logistische Herausforderungen. Ein eigenes Geländefahrzeug soll helfen, die regelmässige Präsenz in den Gemeinden zu gewährleisten, Materialien zu transportieren und bei akuten Notfällen rasch reagieren zu können. Zudem verbessert es die Sicherheit und Mobilität der Führungsmitglieder. Es erleichtert die Koordination innerhalb der Bewegung, ermöglicht Bildungsarbeit unter erschwerten Bedin­gungen und verbessert die Wirksamkeit der Menschenrechtsarbeit in einem zu­nehmend repressiven Umfeld.

Auch in sozialen Bewegungen sind es gerade die Frauen, die trotz ihrer zent­ralen Rolle kaum Zugang zu Ressourcen wie Transportmitteln erhalten. Die­ses Projekt setzt ein klares Zeichen, indem es die Mobilität, Sichtbarkeit und Sicherheit der Aktivistinnen erhöht.

Land
Guatemala
Ort
Suchitepéquez, Mazatenango
Themengebiet
Frauen, Menschenrechte
Projekttyp
Personen-/Geländewagen

Projektpartner

Comité de Desarrollo Campesino (CODECA)
www.movimientocodeca.org

Begünstigte

Direkt profitieren die mehrere Zehntausend indigenen und bäuer­li­chen Frauen, die in der Red de Mujeres organisiert sind. Indirekt werden alle Mitglieder von Gemein­schaften erreicht, in denen das Frauennetzwerk aktiv ist.

Erwartete Wirkung

Die politische, soziale und persönli­che Handlungsfähigkeit indigener und bäuerlicher Frauen in ländli­chen Gemeinden ist gestärkt, ihre Sicherheit und Sichtbarkeit im öffentlichen Raum verbessert.

Projektnummer

GT-25-0036

Kontakt

Projektverantwortung:
Peter Ganther

miva | Postfach | 9501 Wil
Tel. 071 912 1555 | info@miva.ch
CH58 0900 0000 9080 0000 0

Eigenleistung
10'900 CHF
Mittelbedarf
28'000 CHF
offener Spendenbetrag
CHF