In den ländlichen Gebieten Guatemalas haben viele Jugendliche keinen Zugang zu weiterführender Schulbildung. Abgelegene und schlechter erschlossene Siedlungen sowie verbreitete Armut erschweren den Schulbesuch. Das Instituto Guatemalteco de Educación Radiofónica (IGER) ermöglicht mit einem kombinierten Fern- und Präsenzmodell formale Bildungsabschlüsse in ländlichen Gemeinden. Für die Betreuung der Lernzirkel und die Verteilung von Lehrmaterialien ist ein neues Fahrzeug notwendig.
Guatemala ist stark von sozialen Ungleichheiten geprägt. Besonders in den ländlichen Regionen sind Armut, mangelnde Infrastruktur und eingeschränkter Zugang zu staatlichen Dienstleistungen weit verbreitet. Im Bildungsbereich zeigt sich die strukturelle Benachteiligung der Landbevölkerung besonders deutlich. Während Primarschulen vielerorts vorhanden sind, fehlen erreichbare Angebote auf Sekundarstufe. Zahlreiche Jugendliche brechen deshalb ihre Ausbildung ab oder können sie gar nicht erst fortsetzen. Die beruflichen Perspektiven bleiben entsprechend eingeschränkt, Migration ist häufig die einzige Einkommensoption.
Die Asociación de Servicios Educativos y Culturales (ASEC) engagiert sich seit über 45 Jahren für den Zugang zu qualitativ hochwertiger Bildung für benachteiligte Bevölkerungsgruppen. Ihr Bildungswerk, Instituto Guatemalteco de Educación Radiofónica (IGER), bietet Programme auf Primar-, Sekundar- und weiterführender Stufe für Menschen im Alter zwischen 13 und 82 Jahren an. Das Unterrichtsmodell kombiniert gedruckte Lernmaterialien und Radioprogramme mit begleiteten Lernzirkeln in den Gemeinden. Dadurch wird formale Bildung auch in schwer zugängliche, abgelegene Regionen gebracht.
In fünf Departementen im Norden Guatemalas koordiniert IGER derzeit 146 círculos de estudio mit rund 3’700 Lernenden pro Jahr. Regionale Büros begleiten die Lernzirkel, überwachen die Qualität des Unterrichts und organisieren Weiterbildungstreffen. Ein Netzwerk von rund 1’200 Tutorinnen und Tutoren unterstützt die Lernenden vor Ort. - Die Umsetzung dieses Bildungsprogramms erfordert eine hohe Mobilität. Für Feldbesuche, die Einrichtung neuer Lernzirkel, die Begleitung regionaler Koordinatorinnen sowie die Verteilung von jährlich rund 2’450 Lehrbüchern und Lernmaterialien ist das Team auf ein robustes Fahrzeug angewiesen. Das bestehende Fahrzeug ist aufgrund fortgeschrittener Verschleisserscheinungen nur noch eingeschränkt einsatzfähig.
IGER ist im Norden Guatemalas ein wesentlicher Pfeiler für den Zugang zu formaler Bildung ausserhalb des regulären Schulsystems. Das Angebot stärkt individuelle Zukunftsperspektiven und trägt zur sozialen und wirtschaftlichen Entwicklung in schwer zugänglichen Gemeinschaften bei.
Asociación de Servicios Educativos y Culturales (ASEC)
https://asec.edu.gt
Direkt begünstigt werden in den 5 Departementen des nördlichen Sektors rund 3'700 Lernende pro Jahr, die in 146 Lernzirkeln organisiert sind.
Jugendliche und Erwachsene in abgelegenen ländlichen Gemeinden verbessern ihre beruflichen Perspektiven und erhalten Zugang zu formeller Erwerbstätigkeit, zu weiterführenden Ausbildungsangeboten und zu stabileren Einkommensmöglichkeiten.
GT-25-0035
Projektverantwortung:
Peter Ganther
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