Frauen in ländlichen Regionen Ugandas tragen einen Grossteil der landwirtschaftlichen Produktion, verfügen jedoch kaum je über Zugang zu sicheren Transportmöglichkeiten und somit zu Märkten. Women Rising for Africa (WRFA) unterstützt Frauenkooperativen deshalb mit elektrischen Cargo-Dreirädern sowie praktischen Schulungen in Fahrtechnik, Verkehrssicherheit und Fahrzeugunterhalt. So verbessern die beteiligten Frauen neben Einkommen auch ihre Eigenständigkeit.
Uganda zählt zu den Ländern mit der jüngsten Bevölkerung weltweit und ist gleichzeitig stark von ländlicher Armut geprägt. Frauen tragen die Hauptlast in der kleinbäuerlichen Landwirtschaft und der Versorgung ihrer Familien. Dennoch verfügen sie nur über begrenzte wirtschaftliche Ressourcen, eingeschränkte Landrechte und unzureichende Transportmöglichkeiten. Viele Frauen transportieren landwirtschaftliche Produkte zu Fuss oder mit teuren und unsicheren Boda Bodas (Motorradtaxis) und verkaufen ihre Ernten mangels Marktzugang direkt im Dorf oder an Zwischenhändler.
Die von Frauen geführte NGO Women Rising for Africa (WRFA) in Jinja setzt sich für die wirtschaftliche Stärkung von Frauen durch nachhaltige Mobilität, Ausbildung und grüne Technologien ein. Ziel der Organisation ist es, Frauen neue Einkommensmöglichkeiten zu eröffnen und ihre Teilhabe in bislang männerdominierten Bereichen wie Transport und technischer Ausbildung zu fördern. WRFA arbeitet praxisorientiert und kombiniert Schulungen mit dem direkten Zugang zu Transportmitteln und Ladeinfrastruktur.
Im Zentrum des Projekts stehen Frauenkooperativen in Kalagala und in der Flüchtlingssiedlung Nakivale. Je fünf Kooperativen erhalten elektrische Cargo-Dreiräder bzw. Cargo-Tuk-Tuks für den Transport landwirtschaftlicher Produkte zu Sammelstellen und Märkten. Dadurch können Transportkosten gesenkt, Nachernteverluste reduziert und bessere Verkaufspreise erzielt werden. Ergänzend werden Frauen in Verkehrssicherheit, Erster Hilfe, Prävention geschlechtsspezifischer Gewalt sowie finanzieller Grundbildung geschult. Ausgewählte Teilnehmerinnen absolvieren zudem technische Weiterbildungen im Unterhalt von Elektrofahrzeugen und im Betrieb von solarbetriebenen Ladehubs.
Direkt profitieren rund 300 bis 500 Frauen aus insgesamt zehn Frauenkooperativen. Indirekt werden bis zu 2’500 Personen erreicht, darunter Familienangehörige und Gemeinschaften in den zwei Projektgebieten.
Das Projekt verbindet nachhaltige, innovative Mobilität mit Einkommensförderung und stärkt gezielt Frauen in ländlichen Gemeinschaften und Flüchtlingslagern. Der Zugang zu sicheren elektrischen Transportmitteln reduziert Abhängigkeiten und Risiken im Alltag und eröffnet Frauen neue wirtschaftliche Perspektiven.
e-Motorräder
Women Rising for Africa
https://womenrisingforafrica.org
Direkt begünstigt werden in Kalagala 5 Frauenkooperativen mit insgesamt rund 150 bis 250 Mitgliedern sowie in der Flüchtlingssiedlung Nakivale weitere 5 Frauenkooperativen mit ebenfalls rund 150 bis 250 Mitgliedern.
Die Frauenkooperativen steigern dank verbessertem Marktzugang und tieferen Transportkosten ihre landwirtschaftlichen Einkommen um mindestens 30 %, während Nachernteverluste um rund 50 % reduziert werden.
UG-26-0010
Projektverantwortung:
Peter Ganther
miva | Postfach | 9501 Wil
Tel. 071 912 1555 | info@miva.ch
CH58 0900 0000 9080 0000 0