Im Norden Tansanias haben schulpflichtige Kinder und Jugendliche oft begrenzten Zugang zu Bildungseinrichtungen. Die Diözese von Musoma engagiert sich seit Jahren im Bildungsbereich und möchte Sekundarschülerinnen den Schulweg mit Fahrrädern erleichtern. Diese Initiative soll die Schulabbrüche reduzieren und die Leistungen der Kinder steigern. Die Diözese setzt dabei auf langfristige Begleitung, damit die Fahrräder als nachhaltige Investition in die Bildung der Kinder wirken.
Die Menschen im Norden vom ostafrikanischen Staat Tansania sind mit vielen Herausforderungen konfrontiert, so mit eingeschränktem Zugang zu Bildung, zu Gesundheitsversorgung und Arbeitsmöglichkeiten. Schulpflichtige Kinder und Jugendliche leben oft weit entfernt von der nächsten Schule, was den Zugang zum Unterricht einschränkt. Mangels Alternativen müssen die meisten Kinder zu Fuss zur Schule.
Die Pfarrei Nyegina liegt in unmittelbarer Nähe zu den Ufern des Lake Victoria. Sie hat rund 10'000 Einwohner und gehört zur Diözese Musoma.
Um den bis zu 14 Kilometer langen Schulweg zu erleichtern, möchte die Diözese Schülerinnen von vier Sekundarschulen ein Fahrrad zur Verfügung stellen. Da weder öffentliche Verkehrsmittel noch andere Transportmöglichkeiten vorhanden sind, ist vielen Jugendlichen der regelmässige Schulbesuch erschwert oder sogar verwehrt. Das von Pfarrer Vitalis Otiendo erarbeitete Projekt ist eine Initiative der Diözese Musoma und zielt darauf ab, 112 Fahrräder an Sekundarschülerinnen in Nyegina zu verteilen.
Die Diözese hat deshalb miva um Unterstützung gebeten. Dank der Fahrräder verkürzt sich der tägliche Schulweg deutlich. Die Jugendlichen erreichen die Schule schneller, kommen weniger erschöpft an und können dem Unterricht aufmerksamer folgen.
Durch die verbesserte Mobilität sollen Schulbesuch, schulische Leistungen und die Selbstermächtigung von Mädchen gefördert sowie frühe Schulabbrüche aufgrund von Armut und Frühverheiratung reduziert werden.
Den Verantwortlichen der Diözese von Musoma ist der Zugang zu Bildung von benachteiligten Schulkindern in abgelegenen Gebieten ein grosses Anliegen. Ihnen ist es wichtig, nicht nur Fahrräder abzugeben, sondern die Begünstigten aktiv zu begleiten, so dass die Fahrräder lange benutzt werden können. Fahrräder sind eine moderate, aber wirksame Investition in die Zukunft von jungen Menschen.
112 Fahrräder
Catholic Diocese of Musoma
112 Schülerinnen und Schüler aus abgelegenen Gebieten
Mit der Verringerung der Absenzen und Schulabbrüchen sowie damit verbundenen Leistungssteigerungen verbessern sich die Berufschancen der Begünstigten.
TZ-25-0024
Projektverantwortung: Peter Ganther
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