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Projekte

Kenia: Betreuung für Gefangene für eine erfolgreichen Reintegration

Mehr als 100’000 ehemalige Gefangene in Kenia kämpfen nach der Haft mit Stigmatisierung, Perspektivlosigkeit und Armut. Das Father Grol’s Welfare Project begleitet Inhaftierte sowie Ex-Gefangene bei der sozia­len Wiedereingliederung und hilft beim Aufbau einer Existenz. Für die Umsetzung des Aftercare-Programms in Nairobi und weiteren Städten benötigt die Organisation ein geeignetes Fahrzeug.

In Kenia leben über 54 Millionen Menschen, davon rund 60’000 in Haft. Viele von ihnen wurden wegen geringfügiger Delikte oder unbezahlter Geldstrafen inhaftiert. Die Rückkehr in die Gesellschaft gestaltet sich für viele Ex-Gefan­gene schwierig. Sie sehen sich mit sozialer Ablehnung, Arbeitslosigkeit und unsicheren Lebensbedingungen konfrontiert. Ohne gezielte Unterstützung drohen soziale Isolation oder Rückfälle in die Kriminalität.

Seit 1984 engagiert sich das Father Grol’s Welfare Project (FGWP) für die Würde und Reintegration inhaftierter und ehemaliger Gefangener. Die Orga­nisation wurde vom niederländischen Missionar Father Arnold Grol gegründet und wird heute von der Kongregation Brothers of our Lady of Mercy weiter­geführt. FGWP betreut jährlich rund 15’000 Inhaftierte und 4’000 ehemalige Gefangene mit Bildungs- und Berufsprogrammen, Gesundheits- und Hygienemassnahmen, Sport- und Freizeitangeboten sowie umfassender Nachsorge. Die Organisation stellt Lern- und Trainingsmaterialien bereit, verbessert medizinische Versorgung und Hygiene und hilft insbesondere beim Übergang in ein selbständiges Leben nach der Entlassung. Sie fördert die gesellschaftliche Akzeptanz von Ex-Gefangenen und schult Gefängnis­personal in menschenrechtsbasierten Ansätzen.

Für die aufsuchende Arbeit nach der Haft, insbesondere in urbanen Zentren wie Nairobi oder Mombasa, fehlt jedoch ein geeignetes Fahrzeug: Der vor­handene Toyota Land Cruiser ist primär für Einsätze in abgelegenen, schwer zugänglichen Regionen vorgesehen. Um Ex-Gefangene im städtischen Um­feld zuverlässig begleiten zu können, ist jedoch ein stadttaugliches, war­tungsarmes und ökonomisches Fahrzeug notwendig.

Die Tätigkeit des FGWP trägt wesentlich dazu bei, Würde, Hoffnung und Eigenverantwortung bei vielen Einzelpersonen und Familien wiederherzu­stellen. Das gewünschte Fahrzeug erhöht die Reichweite und Effizienz des Aftercare-Programms und stellt sicher, dass ehemalige Gefangene langfristig begleitet werden können.

Land
Kenia
Ort
Eastleigh, Nairobi
Themengebiet
Bildung, Menschenrechte
Projekttyp
Personen-/Geländewagen

Projektpartner

Father Grol’s Welfare Project (FGWP)

Begünstigte

Die Aktivitäten der Organisation er­reichen jährlich rund 15’000 Inhaf­tierte und etwa 4’000 ehemalige Gefan­gene direkt. Indirekt profitie­ren über 6’000 Angehörige und Community-Mitglieder.

Erwartete Wirkung

Durch kontinuierliche Betreuung im Gefängnis und gezielte Begleitung nach der Entlassung verbessert das Projekt die Chancen auf erfolg­reiche Reintegration und verringert das Risiko von Rückfällen.

Projektnummer

KE-25-0037

Kontakt

Projektverantwortung:
Peter Ganther

miva | Postfach | 9501 Wil
Tel. 071 912 1555 | info@miva.ch
CH58 0900 0000 9080 0000 0

Eigenleistung
CHF
Mittelbedarf
CHF
offener Spendenbetrag
CHF