Der Ost-Kongo ist von bewaffneten Konflikten, Vertreibungen und einer schweren humanitären Krise geprägt. Besonders Frauen und Kinder leiden unter Gewalt, einer desolaten Siedlungshygiene und fehlendem Zugang zu Gesundheitsdiensten. Die Frauenorganisation AFPDE unterstützt die Bevölkerung mit mobilen Gesundheitsdiensten, Ernährungsprogrammen und Betreuungsangeboten für Überlebende sexualisierter Gewalt. Damit Hilfe auch abgelegene Gemeinden entlang des Tanganjikasees erreicht, benötigt die AFPDE ein potentes Speed Boat.
Der Ost-Kongo gehört seit Jahrzehnten zu den instabilsten Regionen Afrikas. Grosse Gebiete sind von bewaffneten Konflikten, Vertreibungen und Gewalt gegen die Zivilbevölkerung betroffen. Seit dem Vormarsch der M23-Rebellen Anfang 2025 hat sich die humanitäre Lage weiter verschärft. Hunderttausende Binnenvertriebene leben unter prekären Bedingungen. Besonders gefährdet sind Kinder unter fünf Jahren, schwangere Frauen und Menschen in abgelegenen Gemeinden ohne Zugang zu medizinischer Versorgung.
Die Frauenorganisation Association des Femmes pour la Promotion et le Développement Endogène (AFPDE) arbeitet schwerpunktmässig in den Territorien Uvira und Fizi und engagiert sich in den Bereichen Gesundheit, Ernährung, WASH sowie Schutz vor geschlechtsspezifischer Gewalt. Die Organisation versorgt 80 Gesundheitszentren mit Medikamenten und medizinischem Material, betreibt mobile Kliniken und begleitet Überlebende sexualisierter Gewalt medizinisch, psychosozial und juristisch. Ergänzend organisiert AFPDE Sensibilisierungskampagnen zu Hygiene, Gesundheitsvorsorge und Prävention von Gewalt und leistet humanitäre Hilfe in grossem Umfang.
Die humanitären Einsätze entlang des Tanganjikasees sind stark erschwert. Strassen sind als Folge des Klimawandels überschwemmt, bewaffnete Übergriffe machen zahlreiche Gemeinden nur noch über den Wasserweg erreichbar. AFPDE ist deshalb auf unsichere Holzboote privater Anbieter angewiesen, wodurch Medikamente und Hilfsgüter immer wieder beschädigt oder verloren gehen. - Mit der Beschaffung eines Speed Boats sollen Medikamente, medizinisches Material, Produkte gegen Mangelernährung sowie Wasseraufbereitungsprodukte sicher und rechtzeitig in abgelegene Gesundheitszonen transportiert werden können. Das Boot ermöglicht zudem mobile medizinische Einsätze, den Transport von Patientinnen sowie die Betreuung von Überlebenden sexualisierter Gewalt in schwer zugänglichen Gemeinden entlang des Tanganjikasees.
AFPDE zählt zu den etablierten lokalen humanitären Organisationen im Osten der DR Kongo und erreicht mit ihren Aktivitäten Hunderttausende vulnerable Menschen. Das Speed Boat ist eine zentrale Voraussetzung, damit lebenswichtige Hilfe trotz zerstörter Verkehrswege weiterhin geleistet werden kann.
Association des Femmes pour la Promotion et le Développement endogène (AFPDE); www.afpde.org
Begünstigte sind rund 1 Million Menschen im Bereich Gesundheit und Ernährung, 385’000 Menschen im Bereich WASH sowie 8’000 Frauen und Mädchen, die von sexualisierter oder geschlechtsspezifischer Gewalt betroffen sind.
Medizinische und humanitäre Hilfe erreicht auch abgelegene und von der Aussenwelt abgeschnittene Gemeinden entlang des Tanganjikasees zuverlässig und rechtzeitig.
CD-26-0011
Projektverantwortung:
Peter Ganther
miva | Postfach | 9501 Wil
Tel. 071 912 1555 | info@miva.ch
CH58 0900 0000 9080 0000 0