Das Centre Hospitalier de Kingungi gehört zu den wichtigsten Gesundheitseinrichtungen der Provinz Kwilu. In seinem Einzugsbereich leben gut 35'000 Menschen in 62 abgelegenen Dörfern. Die Einrichtung mit 82 Betten behandelt Patienten ambulant und stationär, begleitet Geburten und übernimmt Notfalltransporte in schwer zugänglichen Gebieten. Die 16-jährige Ambulanz ist kaum mehr einsatzfähig. Für die medizinische Versorgung der Bevölkerung benötigt das Spital ein neues Fahrzeug.
Die katholische Mission Kingungi liegt in der Provinz Kwilu im Südwesten der Demokratischen Republik Kongo, rund 470 Kilometer von der Hauptstadt Kinshasa entfernt. Die Bevölkerung lebt von kleinbäuerlicher Subsistenzlandwirtschaft und ist stark von Armut betroffen. Der Zugang zu sauberem Wasser, zu Gesundheitsdiensten und Bildung ist stark eingeschränkt. Besonders Frauen, Kinder und ältere Menschen leiden unter den schwierigen Lebensbedingungen. Krankheiten wie Malaria, Tuberkulose, Atemwegs- und Durchfallerkrankungen sind stark verbreitet. Komplikationen bei Geburten sowie chirurgische Notfälle führen regelmässig zu lebensbedrohlichen Situationen.
Die Kongregation der Sœurs Carmélites de la Charité Vedruna engagiert sich seit Jahrzehnten im Gesundheitsbereich der Region. Seit 1980 führt sie das Centre Hospitalier de Kingungi. Die Einrichtung bietet Allgemeinmedizin, Geburtshilfe, Pädiatrie, Chirurgie, Laboruntersuchungen und stationäre Pflege an. Insgesamt arbeiten 35 Mitarbeitende im Spital, darunter Pflegefachpersonen, Hebammen, Laborpersonal und eine Ärztin. Wöchentlich werden über 300 Patientinnen und Patienten behandelt.
Die geografische Isolation erschwert die medizinische Versorgung erheblich. Viele Dörfer sind nur über Erd- und Sandpisten erreichbar, die in der Regenzeit kaum passierbar sind. Öffentliche Transportmittel fehlen. Das Spital-eigene Fahrzeug wird gleichzeitig als Ambulanz genutzt und fällt nach 16 Jahren Einsatz häufig aus. Dadurch sind Notfalltransporte, Medikamentenbeschaffungen und mobile Einsätze in abgelegenen Dörfern in Frage gestellt.
Mit einem neuen Geländefahrzeug kann das Spital Notfallpatientinnen in die Referenzspitäler von Moanza oder Pay-Kongila transportieren, Medikamente und medizinisches Material zuverlässig beschaffen sowie mobile Kliniken in entlegenen Dörfern durchführen. Damit verbessert sich die medizinische Versorgung der Bevölkerung in 62 Dörfern nachhaltig.
Das Centre Hospitalier de Kingungi ist für zehntausende Menschen in einer abgelegenen Region die wich¬tigste medizi¬nische Anlaufstelle. Fehlende Mobilität gefährdet die Versorgung von Notfällen, Schwan¬geren und chronisch kranken Menschen. Mit einem neuen Fahrzeug können lebenswichtige Medikamente, medizinische Hilfe und Überweisungen unter schwierigen Bedingungen zuverlässig durchgeführt werden.
Congrégation des Soeurs Carmélites de la Charité Vedruna
https://vedruna.org
Wöchentlich werden über 300 Patientinnen behandelt, fast drei Viertel davon stationär. Indirekte Begünstigte sind gut 35'000 Personen im Einzugsbereich des Spitals.
Dank sicheren medizinischen Notfalltransporten, regelmässiger Medikamentenversorgung und mobilen Einsätzen in abgelegenen Gebieten ist die Gesundheitsversorgung der Bevölkerung in 62 Dörfern nachhaltig verbessert.
CD-26-0008
Projektverantwortung:
Peter Ganther
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