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Projekte

Kamerun: Bäuerinnen und Imkerinnen verbessern ihr Einkommen

In der West- und Adamawa-Region Kameruns leben viele Familien von kleinbäuerlicher Landwirtschaft und Imkerei. Fehlender Direktzugang zu regionalen Märkten macht Produzentinnen abhängig von Transporteu­ren und Zwischenhändlern. Die NGO BERUDA setzt sich für die wirt­schaftliche Stärkung benachteiligter Gruppen ein – insbesondere von Frauen und internen Vertriebenen. Die Organisation plant die Beschaf­fung eines LKWs mit grosser Nutzlast für die Vermarktung der Ernten.

In den ländlichen Regionen Kameruns sind viele Kleinproduzenten auf sich gestellt. Schlechte Strassen und fehlende Transportmittel erschweren den Zugang zu Märkten. Die Aufnahme zahlreicher Binnenvertriebener be­las­tet die ohnehin knappen lokalen Ressourcen zusätzlich. Ohne direkten Markt­zu­gang verdirbt ein Grossteil der Ernte oder muss unter Wert ver­kauft werden.

Die lokale NGO BERUDA (Belo Rural Development Association) mit Sitz in Bamenda ist seit über 30 Jahren in der ländlichen Entwicklung tätig. Sie ver­folgt einen integrierten Ansatz, der ökologische, wirtschaftliche und soziale Komponenten verbindet. BERUDA fördert insbesondere Bäuerinnen, Jugend­liche, Menschen mit Behinderung sowie intern Vertriebene. Im Zentrum stehen Programme zur Honigproduktion und -verarbeitung, zur agrarökologi­schen Produktion von Grundnahrungsmitteln und zur gemeindenahen Ge­sundheitsversorgung. In Bankim betreibt die Organisation eine eigenes Honigverarbeitungszentrum, dessen Produkte über lokale Netzwerke ver­trieben werden. Ziel ist, die Produktion auszubauen und insbesondere Frauengruppen bei der Vermarktung zu stärken.

Um die Transportprobleme zu lösen, plant BERUDA den Kauf eines gut er­haltenen 10-Tonnen-Occasions-LKWs. Dieser soll Produzentengruppen in 60 Dorfgemeinschaften ermöglichen, ihre Produkte effizient zu den Sammel­stellen und von dort auf regionale Märkte zu bringen. Gleichzeitig können landwirtschaftliche Betriebsmittel wie Saatgut, Werkzeuge und Tierfutter zent­ral beschafft und verteilt werden. Der LKW wird eine entscheidende Rolle spielen, um die Eigenständigkeit der Bäuerinnen zu erhöhen, den Verderb verderblicher Ware zu verringern und faire Marktpreise zu erzielen. Das Fahr­zeug stärkt zudem die logistische Unabhängigkeit der Organisation und ver­bessert die wirtschaftlichen Perspektiven der Begünstigten nachhaltig.

Die geplante Beschaffung eines Lastwagens ermöglicht BERUDA, lokale Produzentengruppen über den direkten Zugang zu grösseren Absatzmärkten effizienter zu unterstützen und insbesondere Frauen in ihrer wirtschaftlichen Eigenständigkeit zu stärken. Damit leistet das Projekt einen konkreten Bei­trag zu Ernährungssicherheit, sozialem Zusammen­halt und nachhaltiger Ent­wicklung in ländlichen Regionen Kameruns.

Land
Kamerun
Ort
Kamerun, Northwest Region, Nkwen Bamenda
Themengebiet
Frauen, Einkommen, Ernährungssicherheit
Projekttyp
Nutzfahrzeuge

Transportmittel

Lastwagen

Projektpartner

Belo Rural Development Association (BERUDA)
www.beruda.org          

Begünstigte

Direkt vom Projekt profitieren über 13’000 Personen aus 60 Dörfern in den Regionen West und Adamawa.

Erwartete Wirkung

Mit ökologischer Produktion ver­bessern Frauen die Ernährungs­sicherheit ihrer Familien und erzielen durch direkten Marktzu­gang ein besseres Einkommen.

Projektnummer

CM-25-0034

Kontakt

Projektverantwortung:
Peter Ganther

miva | Postfach | 9501 Wil
Tel. 071 912 1555 | info@miva.ch
CH58 0900 0000 9080 0000 0

Eigenleistung
11'100 CHF
Mittelbedarf
28'600 CHF
offener Spendenbetrag
CHF