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«Ich wollte nie, dass mein Kind das gleiche Schicksal hat wie ich.»

Makeabetsoe Mokoena lebt mit HIV. Die mobile Klinik hat ihr geholfen, ihre Krankheit zu kontrollieren – und ihrem Sohn eine gesunde Zukunft zu schenken.

Makeabetsoe lebt mit ihrem Mann und ihren drei Kindern im abgelegenen Dorf Maloraneng im Hochland von Lesotho. Als sie erfuhr, dass sie HIV-positiv ist, brauchte sie dringend medizinische Behandlung. Doch der Weg zur nächsten Klinik war weit – und der Transport oft zu teuer. Heute kommt die medizinische Versorgung zu ihr ins Dorf: Eine mobile Klinik bringt Medikamente, Untersuchungen und Beratung direkt zu den Menschen in abgelegenen Bergregionen. Mehr zum Projekt
Im Interview erzählt Makeabetsoe, wie sich ihr Leben dadurch verändert hat. «Jetzt weiss ich, wann die Klinik kommt. Ich verliere keinen Tag mehr für die Reise», sagt sie. Für sie bedeutet das nicht nur Sicherheit für ihre eigene Gesundheit – sondern auch die Chance auf eine gesunde Zukunft für ihre Kinder.

Makeabetsoe, wie lebt Ihre Familie hier in Maloraneng?
Wir wohnen in zwei kleinen Rundhütten direkt oberhalb des Flusses. Mein Mann und ich ziehen unsere drei Kinder gross – der Älteste ist neun, der Jüngste ist fast zwei. Jeden Tag stehe ich noch vor Sonnenaufgang auf, koche, gehe zum Feld, hole Feuerholz. Wir heizen mit Holz oder getrocknetem Kuhdung, den ich mit anderen Frauen sammele. Es ist ein einfaches Leben – aber ich bin dankbar.

Sie leben mit HIV. Wann haben Sie davon erfahren?
2015 bin ich sehr krank geworden. Ich fühlte mich schwach, hatte kaum Kraft. Als ich getestet wurde, war ich nicht überrascht – aber ich hatte Angst. Ich wusste, dass ich Medikamente brauche, aber der Weg zur Klinik war weit, und wir hatten oft kein Geld für die Fahrt. Ich habe Therapien verpasst. Manchmal war ich tagelang krank. Mein Mann war auch in Gefahr, sich anzustecken.

Wie hat sich das mit der mobilen Klinik verändert?
Jetzt kommt die Klinik direkt zu uns ins Dorf. Ich bekomme meine Medikamente regelmässig. Mein Mann wird zum Schutz vor einer HIV-Infektion behandelt. Auch unser kleiner Sohn wird hier untersucht. Während der Schwangerschaft wurde ich eng durch die mobile Klinik betreut. Ich habe alles getan, was nötig war – denn ich wollte nie, dass mein Kind das gleiche Schicksal hat wie ich. Als er dann wirklich HIV-negativ geboren wurde, war das für mich wie ein Wunder.

Was bedeutet das für Ihren Alltag?
Ich kann planen. Ich weiss, wann die Klinik kommt. Ich verliere keinen Tag für die Reise, muss keine Schulden machen für den Transport. Wir sparen Geld, und ich bleibe gesund.

Was wünschen Sie sich für die Zukunft?
Dass die Klinik weiterhin kommt – für mich und für alle im Dorf. Und dass unsere Kinder gesund gross werden. Ich wünsche mir, eine richtige Bäuerin zu werden, mit eigenem Gemüse und vielleicht Tieren. Ich möchte, dass meine Kinder es einmal leichter haben als wir.

Das Gespräch wurde geführt von Refiloe Mojaki, SolidarMed Lesotho.