Miva - seit über 80 Jahren im Einsatz

Porträt von Paul Schulte, der Fliegermütze und Fliegerbrille trägt.
Porträt von Paul Schulte

Zur Geschichte

Paul Schulte und Otto Fuhrmann, zwei deutsche Novizen des Oblaten-Ordens, wurden 1914 wegen des 1. Weltkrieges aus ihren philosophischen Studien gerissen und in ein Garderegiment gesteckt. Glücklich, den Krieg überlebt zu haben, setzten sie ihre Ausbildung fort und wurden 1922 zu Priestern geweiht. Der als Missionar in Südafrika tätige Otto Fuhrmann stirbt 1925 an den Folgen eines durch einen Insektenstich verursachten Fiebers, worauf Paul Schulte ins Dschungelgebiet vom Ovamboland reist und heraus findet, dass ein rascher Transport ins Spital seinem Freund wahrscheinlich das Leben gerettet hätte. Der Priester, der eine Fliegerausbildung absolviert hat, fasst den Entschluss, moderne Verkehrsmittel in den Dienst der Mission zu stellen. Am 22. März 1927 gründet der «fliegende Pater» in Deutschland die MIVA (Missions-Verkehrs-Arbeitsgemeinschaft).

 

Der Funke springt rasch über. Als am 5. September 1932 im Studentenhof der Stiftsschule Einsiedeln die Studenten der katholischen Gymnasien der Schweiz zusammenkommen, begegnen sie Paul Schulte mit seinem kleinen Flugzeug, der «roten Motte». Er zeigt seinen damals berühmten Film «Das Vermächtnis eines Missionars». Die Begeisterung der Jugendlichen führt zur sofortigen Gründung der Schweizer MIVA (Missions-Verkehrs-Aktion), die unzählige Missionsstationen mit zweckmässigen Verkehrsmitteln vom Flugzeug bis zum Fahrrad ausgerüstet und so die die harte Arbeit von Priestern, Nonnen und Laien in der Krankenpflege, Erziehung, Bildung, Seelsorge und im Sozialdienst erleichtert und ihre Wirkung vervielfacht hat. Die Leitung und Verantwortung übernimmt Pater Friedrich Ziegler OSB und übt sie bis zu seinem Tod im Jahr 1960 aus.

 

Seit der Einführung unseres neuen Logos verwenden wir miva als Eigennamen. Heute arbeiten wir mit einer Vielzahl von lokal verankerten, basisnahen Organisationen zusammen, die sich im Bildungs- und Gesundheitsbereich, in der Pastoral-, Sozial- und Menschenrechtsarbeit sowie wirtschaftlichen Kleinprojekten engagieren. Nach wie vor orientieren wir uns an den christlichen Grundwerten der Nächstenliebe und tätigen Solidarität.

Pionierleistungen

Paul Schulte steht vor seinem Propeller-Flugzeug.
Paul Schulte und sein Flugzeug.
Motorboote mit miva-Schriftzug, welche gespendet wurden.
Motorboote - dank miva finanziert.

Weitere Informationen

Folgendes Buch erzählt das Leben von Pater Paul Schulte:

 

Schulte, J. / Lembeck, H.: Der fliegende Pater Paul Schulte. Gründer der MIVA. Pattloch Verlag Aschaffenburg, 1987.

  • ZEWO

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